Die SPD hat heute für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen gestimmt - gut so. Gut, weil Neuwahlen nicht gut sind und eine Minderheitsregierung sehr unwahrscheinlich ist. Das Ergebnis der Abstimmung war knapp, sehr knapp. Das wiederum ist auch gut, denn es ist ein Signal an die CDU, dass sie bei den jetzt anstehenden Gesprächen auf die SPD zugehen muss. Die Frage ist nun, welchen Fußabdruck die SPD hinterlassen wird. Und: Welchen möchte sie hinterlassen? Vor allem, welchen kann sie hinterlassen? Wer denkt, dass er scheitern wird, der ist schon gescheitert. Also heißt
es nun für die SPD: groß machen und mutigen Schrittes vorausgehen. Eine Beteiligung an der Regierung muss nicht zwangsläufig zum Desaster werden. Sie wird aber zum Desaster, wenn nicht alle zusammen viel Energie in das neue Groko-Projekt stecken. Am besten natürlich grüne Energie. Die Partei sollte aufpassen, welche Schritte sie geht und ihren ökologischen Fußabdruck verringern. Sprich: Raus aus der Kohle! Denkt ans Klima, denkt an uns.
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Look around. In which society do we live and in which do we WANT to live?
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Sonntag, 21. Januar 2018
Montag, 11. Dezember 2017
Politsatire im deutschen Fernsehen – ein Ventil für Emotionen
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Montag, 20. November 2017
Hilfe, Jamaika! Wo ist der Rettungsring?
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Montag, 6. November 2017
Wer mobil sein soll, muss auch mobil sein können!
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Liebe Politik, liebe Wirtschaft, liebe Arbeitgeber. Wer fordert, dass die Arbeitnehmer flexibel und mobil sein sollen, muss auch dafür sorgen, dass sie es überhaupt können. Wir brauchen Geld und neue Konzepte für unsere Infrastruktur! Ohne wenn und aber. Und zwar sehr bald. Eigentlich ist das nichts Neues, aber man kann es nicht oft genug wiederholen.
Derzeit ist die Fortbewegung in urbanen Ballungsgebieten wie dem Rheinland oder Ruhrgebiet alles andere als leicht! Wenn nicht gar unmöglich. Weder mit dem Auto, noch mit der Bahn kommt man schnell und zuverlässig von A nach B. Für den Fuß- oder Fahrradweg sind die Entfernungen gerade für Pendler oft zu weit. Fahrradfahren ist in Städten wie Köln außerdem gefährlich und ungesund. Es ist kein Vergnügen täglich große Portionen an Abgasen von zahlreichen im Stau stehenden Autos einzuatmen. Luft anhalten? Geht auch nicht auf Dauer.
Derzeit ist die Fortbewegung in urbanen Ballungsgebieten wie dem Rheinland oder Ruhrgebiet alles andere als leicht! Wenn nicht gar unmöglich. Weder mit dem Auto, noch mit der Bahn kommt man schnell und zuverlässig von A nach B. Für den Fuß- oder Fahrradweg sind die Entfernungen gerade für Pendler oft zu weit. Fahrradfahren ist in Städten wie Köln außerdem gefährlich und ungesund. Es ist kein Vergnügen täglich große Portionen an Abgasen von zahlreichen im Stau stehenden Autos einzuatmen. Luft anhalten? Geht auch nicht auf Dauer.
Wenn ihr den Verkehrskollaps schon nicht aufhalten möchtet, dann sollte es wenigstens eine Regelung geben, dass die alltäglichen Verspätungen, Störungen und Ausfälle nicht den Arbeitnehmern zur Last fallen. Wie wär's damit, dass die verlorene Zeit gut geschrieben wird und nicht zu Überstunden der Arbeitnehmer führt? Aber wie so vieles, das arbeitnehmerfreundlich ist, wird es diese Regelung bestimmt auch nie geben. Der Arbeitnehmer hat im Zweifelsfall immer Pech und muss auch noch die Missbilligung des Arbeitgebers aushalten.
Schöne moderne Arbeitswelt. An vieles kann man sich gewöhnen. Aber an wie viel wollen wir uns gewöhnen?
Schöne moderne Arbeitswelt. An vieles kann man sich gewöhnen. Aber an wie viel wollen wir uns gewöhnen?
Donnerstag, 2. November 2017
Klimaschutz ist Küstenschutz ist Urlaubsparadies-Schutz!
Katja Just erzählt in ihrem Buch “Barfuß auf dem Sommerdeich“ sehr einfühlsam und offen über ihr Leben auf der Hallig Hooge mitten im nordfriesischen Wattenmeer. Ich selbst bin bereits auf dieser Hallig und drei weiteren gewesen und kenne auch die nahegelegene Insel Pellworm sehr gut. Auf Pellworm erlebte ich die Kraft der Natur in Form von Sturmfluten und sogar einer “Windrose“, die zu einem Tornado wurde.
Diese Stelle im Buch von Katja Just stimmt mich daher besonders nachdenklich:
“Bei seinem dreitägigen Stelldichein fegte 'Xaver' mit bis zu 230 Stundenkilometern über das Halligland und fand auch das ein oder andere, das er mitreißen konnte, aber diese Schäden sind nicht mit denen der Sturmflut von 1962 zu vergleichen. Dem Himmel sei Dank! Solche Orkane und Sturmfluten gehören auf der Hallig nicht zur Tagesordnung. Sie herrschen auch nicht in jeder Herbst- und Winterzeit. Dennoch sind wir Halligleute uns dessen bewusst, dass sie kommen können und auch kommen werden. Die Frage ist nur wann?"
Donnerstag, 3. August 2017
Trauern wie Roboter-Menschen
2 Tage Sonderurlaub beim Tod der engsten Angehörigen wie Eltern, Kinder oder Ehepartner. Beim Tod von Opa oder Oma gibt es sogar nur: 0 Tage Sonderurlaub.
Was ist das für eine Gesellschaft, in der Arbeitnehmern keine Zeit zum Trauern gegeben wird? Das soll wohl eine besonders effektive und produktive Gesellschaft sein. Was ist das für eine Gesellschaft, in der erwartet wird, dass sich das Abschiednehmen von einem geliebten oder einfach nur sehr vertrauten Menschen mal eben nebenbei vollzieht? Abschiednehmen von einem Menschen, der dich dein ganzes bisheriges Leben lang begleitet hat... Bloß keine unnötige Gefühlsduselei! Ist ja nur jemand gestorben. Schwamm dr... äh Erde drüber.
Sonntag, 27. November 2016
Demokratische (In-?!)Kompetenz der Bürger
Dienstag, 26. Mai 2015
Vom politischen Unbekannten zum polnischen Präsidenten in 5 Monaten: Andrzej Duda
| Vor der Wahl: Warschau, Altstadt Marktplatz |
Das zweite Mal zu Gast auf dem Sofa: Vanessa Pudlo
Er hat es tatsächlich geschafft: der national-konservative Andrzej Duda ist neuer polnischer Präsident - wahrlich eine kleine Sensation für Jemanden, der noch im Januar ein völlig Unbekannter auf dem polnischen politischen Parkett war. Dudas Erfolgsrezept? Er hat sich unters Volk gemischt und sich tatsächlich auf das Neuland namens Internet gewagt!
Er hat es tatsächlich geschafft: der national-konservative Andrzej Duda ist neuer polnischer Präsident - wahrlich eine kleine Sensation für Jemanden, der noch im Januar ein völlig Unbekannter auf dem polnischen politischen Parkett war. Dudas Erfolgsrezept? Er hat sich unters Volk gemischt und sich tatsächlich auf das Neuland namens Internet gewagt!
Sonntag, 20:30: Während ganz Polen gespannt auf die ersten
Hochrechnungen wartet, melden die polnischen Medien, dass die sogenannte
Wahlruhe wegen eines Todesfalls in einem Wahllokal um 90 Minuten verlängert
werde, die Ergebnisse seien erst um 22:30 zu erwarten. Die Chefs der Wahlbüros
von Duda und Komorowski wissen aber bereits zu diesem Zeitpunkt, dass es
schlecht für ihn aussieht: Bronislaw Komorowski. Entsprechend locker ist die
Stimmung unter den Duda Anhängern, sie feiern ihren neuen Star am PiS-Himmel.
Dienstag, 12. Mai 2015
Polens politisches Präsidentenerdbeben
| Warschau am Gedenktag an den Kaczynski Absturz, Andrzej Duda mittendrin |
Zu Gast auf dem Sofa: Vanessa Pudlo
Erst Cameron, jetzt Duda: nach dem überraschenden Sieg der Conservatives bei den Unterhauswahlen in Großbritannien am vergangenen Donnerstag wurde nun auch Polen eine unerwartete politische Wende beschert. Andrzej Duda, Kandidat für den Posten des polnischen Staatspräsidenten der rechtskonservativen Partei PiS, gewann mit 34,8% der Wählerstimmen die erste Runde der gestern in Polen abgehaltenen Präsidentschaftswahlen.
Erst Cameron, jetzt Duda: nach dem überraschenden Sieg der Conservatives bei den Unterhauswahlen in Großbritannien am vergangenen Donnerstag wurde nun auch Polen eine unerwartete politische Wende beschert. Andrzej Duda, Kandidat für den Posten des polnischen Staatspräsidenten der rechtskonservativen Partei PiS, gewann mit 34,8% der Wählerstimmen die erste Runde der gestern in Polen abgehaltenen Präsidentschaftswahlen.
Das Ergebnis gleicht einer kleinen Sensation, wurde doch zu
Beginn des Jahres ein langweiliger, weil glasklarer Ausgang der Wahlen
prophezeit, denn wer sollte Bronislaw Komorowski, amtierender Präsident und
Kandidat der liberal-konservativen Regierungspartei PO, schon ernsthaft
gefährlich werden können?
Mittwoch, 4. Februar 2015
Praktikum ist Ehrensache
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| www.pixabay.com |
Voraussetzung für ein Praktikum bei XY ist ein laufendes Studium. Dauer des Praktikums sollte idealerweise 3 Monate betragen. Im Falle eines Pflichtpraktikums ist auch eine längere Praktikumsdauer möglich. Wir erwarten.......................................... (...).
Erfahrungen.................................... (...).
Das Praktikum kann leider nicht vergütet werden.
Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland der Mindestlohn von 8,50 Euro. Der Mindestlohn gilt. Nicht geschenkt. Sondern verdient. Gilt der auch für Praktikanten? Ja, aber...
Nicht bei Pflichtpraktika. Nicht bei freiwilligen Praktika über 3 Monate, wenn sie studienbegleitend sind. Ach, wie passend, steht ja alles in den Stellenbeschreibungen. Also, dass der Mindestlohn nicht gilt.
"Der Mindestlohn ist Wertschätzung für viele Arbeitnehmerinnen und -nehmer", so jedenfalls Andrea Nahles. Na, wie auch immer, Hauptsache Praktikum. Wie sagt man so schön? Geld macht nicht glücklich. Nicht rum jammern, ein bisschen mehr Leidenschaft für die Sache! Und Dankbarkeit zeigen, schließlich muss der Student oder die Studentin qualifiziert sein, um Berufserfahrung sammeln zu dürfen. Da wird nicht jeder oder jede genommen! Praktikum ist Ehrensache.
;)
Fragen & Antworten zum Mindestlohn hier.
Freitag, 16. Januar 2015
Trennen ohne Tonne
Mülltrennung ja aber... Das enorm magazin amüsiert sich verständlicherweise über ein Gesetz, das ab dem 1. Januar 2015 die vollständige Mülltrennung vorsieht. Leider haben viele Haushalte keine Bio-Tonne! Ein Recht darauf gibt es nicht. Das Gesetz, der zahnlose Papiertiger. http://enorm-magazin.de/gezerre-um-den-biomuell
Montag, 17. November 2014
IS - wo ist die NSA, wenn man sie mal braucht
Der Weltspiegel extra bezeichnet den IS (und wer es immer noch nicht weiß: IS = Islamischer Staat) als eine Bürokratie des Terrors. Unbeobachtet habe er eine ausgeklügelte Verwaltung errichtet. Unbeobachtet - ein Fremdwort für diejenigen, die sich mit der Datensammelsucht der amerikanischen NSA auch nur ansatzweise auseinandergesetzt haben.
Genau wie die Journalisten von der ARD hat die NSA den Terrorismusforscher Peter Neumann nicht vorgewarnt: "Wenn Sie vor ein oder zwei Jahren mir gesagt hätten, dass heute im November/Dezember 2014 ein Staat existiert, der von Aleppo im Westen Syriens bis in die Vororte Bagdads reicht, tausende Kilometer, der sechs Millionen Menschen regiert und der sich Islamischer Staat nennt und im Prinzip eine extremistische Organisation ist, und der ein Kalifat ausgerufen hat, dann hätte ich Sie wahrscheinlich für verrückt erklärt."
Und wo ist die NSA, wenn man sie mal wirklich braucht? Anstatt das Erstarken des IS zu beobachten und zu verhindern, hat sich diese National Security Agency mit Wirtschaftsspionage, dem Ausspähen von Diplomaten und der Überwachng der Bevölkerung ganzer (und dazu befreundeter) Länder die Zeit vertrieben.
Auch wenn die NSA und ihre Anhänger aus dem Lager der Sicherheitsfanatiker auf die Bedrohung durch den IS reflexartig mit noch mehr Überwachung reagieren möchten (geht das technisch überhaupt?!); für den Rest der Welt steht fest: Das anlasslose Sammeln von Daten und die Aushöhlung des Rechtstaats bewirken ein Weniger an Freiheit, aber nicht ein Mehr an Sicherheit.
Vielleicht sollten wir anfangen zu verstehen, was zu Terrorismus führt und was dieser auslöst. Nur so können wirksame Gegenstrategien entwickelt werden.
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Foto: www.pixabay.com
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Mittwoch, 22. Oktober 2014
Duisburgs Skandale
Duisburg, was geht ab bei dir? Korruptionsverdacht und Kostenexplosion beim Neubau des Landesarchivs in Duisburg, dann 2010 die Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten... und bis heute gibt es keine Aufklärung. Besserung ist nicht in Sicht: Die Süddeutsche Zeitung berichtet von Pannen beim
zentralen Gutachten und sieht dadurch den gesamten Prozess gefährdet.
Außerdem hat die Staatsanwaltschaft 90 CDs mit Material "verschlampt", wie die Zeitung es nennt. Als ob das nicht reicht,
droht der Loveparade-Prozess zum "Kampf der Gutachter" zu werden. Um es
in der Sprache der betroffenen Menschen zu sagen: Sagt mal,
geht's noch?!
Die Situation im BLB-Untersuchungsausschuss des Landtags NRW ist nicht erfreulicher. Befragte Zeugen schieben sich gegenseitig die Schuld zu, während Abgeordnete ratlos die berühmte Nadel im Heuhaufen suchen und im Aktenberg keine handfesten Beweise finden.
Dass keiner der Verantwortlichen in all den Jahren zur Rechenschaft gezogen wurde, ist das eigentlich Skandalöse an den Skandalen in Duisburg. "Das Landesarchiv NRW ist das Gedächtnis des Landes Nordrhein-Westfalen", heißt es auf der Homepage. Es "dient den Bedürfnissen der Gesellschaft nach historischer Information,
Transparenz des Verwaltungshandelns und Rechtssicherheit". Es sei an dieser Stelle dem Leser überlassen zu bewerten, ob diese Bedürfnisse vom Staat erfüllt werden.
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