Look around. In which society do we live and in which do we WANT to live?
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Donnerstag, 27. September 2018
Sonntag, 20. Mai 2018
Anderssein und die Gruppe
Hallo zusammen, nehmt gerne Platz auf meinem Sofa, hört zu, redet und denkt mit :)Wenn wir uns fragen, warum es in der Welt so viel Streit, Hass und Krieg gibt, warum in der Politik in Deutschland so viele kleine und große Ego-Spiele gespielt werden, dann können wir uns einfach unseren Mikrokosmos auf der Arbeit, in der Familie oder im Freundeskreis anschauen. Die Muster sind überall gleich. Nur haben sie in dem einen Kontext kleine und in dem anderen große Auswirkungen. Warum wird in der Schule oder auf der Arbeit gemobbt? Warum nehmen Eltern ihre Kinder nicht so an, wie sie sind? Warum gibt es Rassismus?
Montag, 26. März 2018
Das Leben prägt - und verliert so etwas an Vergänglichkeit
Nichts ist von Dauer. Den einen erleichtert der Gedanke an diese Tatsache, dem anderen macht der Gedanke Angst. Er versucht das festzuhalten, aufzuhalten, einzufangen was überhaupt nicht festzuhalten ist, denn das Leben ist stärker. So viel stärker! Es zieht und zerrt ohne Rücksicht auf deine Kraft. Es ist schwer zu begreifen, dass im Leben nicht alles für immer bleibt. Dinge begleiten uns kurz, manchmal länger. Menschen gehen ein Stück mit uns, dann gehen sie wieder woanders lang. Aber sie hinterlassen Spuren, manchmal kleine, manchmal große. Donnerstag, 2. November 2017
Mittwoch, 1. November 2017
Muschelglück
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© SF
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Muscheln suchen zum Beispiel, im Sand oder im Watt, das ist eine Kunst, die Erwachsene wieder verlernen. Ein nichtsnutziges Kinderspiel? Nein, Kinder entdecken dadurch ihre Umgebung, sie sind präsent im Hier und Jetzt, sie gehen ganz darin auf, sie sind achtsam. Achtsamkeit ist etwas, was Erwachsene erst wieder lernen müssen, bzw. was sie unbedingt lernen wollen. Mit Yoga, Meditation, Lehrgängen, Schweigekloster, Auszeit, Ratgebern, Coaches, Heiligen oder was auch immer... und Kinder können das, einfach so. Eine Schwertmuschel, eine blaue Miesmuschel, eine gelbe Herzmuschel, Seetang... welche Muschel ist noch heile? Welche ist die Schönste? Den Sand entfernen, um die Muschel zu untersuchen... Es ist ein Spiel der Konzentration, der Ruhe, der Geduld und des Hinschauens. Fähigkeiten, die wir alle im hektisch hin und her schwappenden Alltag, in der Reizüberflutung, zwischen den tausend Möglichkeiten in den Tiefen der Gesellschaft so dringend brauchen könnten.
Aber nach drei Muscheln, da hört das Spiel als Erwachsener schon wieder auf. Der Kopf ist gelangweilt und fragt sich: Wozu das Ganze? Zu Hause schmeißt man sie doch eh wieder weg.
Vielleicht eine falsche Einstellung, diese Zweckgebundenheit immer. Das ist es aber, was der eng getaktete Alltag von vielen Menschen verlangt.
Samstag, 14. Oktober 2017
Wenn wir mehr am See meditieren würden
Es gibt so viele Ratgeber für die Suche nach dem Glück und dem perfekten Leben. Aber was machen die Menschen an einem schönen Samstag im Oktober in der Stadtnatur? Statt das bisschen Natur zu spüren, den Moment voll und ganz zu erleben, sitzen sie ins Leere oder aufs Handy starrend schweigend auf einer sicheren Bank, joggen gehetzt mit Musik auf den Ohren, nutzen die Sonne einzig zum Bräunen und vermüllen See und Seeufer mit leeren Kecksschachteln, Bierflaschen und Zigarettenpackungen.
Wie schön wäre es Menschen am Seeufer auf dem nackten Boden an einem stillen Pfleckchen meditierend sitzen zu sehen!
Nicht nur im Glücksbuch, als Vorsatz fürs neue Jahr, einmal im Monat im Meditationsraum mit einem Coach oder verschämt zu Hause im Wohnzimmer. Sondern jeden Tag, selbstverständlich und überall! Nicht in der Theorie, sondern in real. In echt.
Nicht nur im Glücksbuch, als Vorsatz fürs neue Jahr, einmal im Monat im Meditationsraum mit einem Coach oder verschämt zu Hause im Wohnzimmer. Sondern jeden Tag, selbstverständlich und überall! Nicht in der Theorie, sondern in real. In echt.
Samstag, 16. September 2017
Kristallherz
Ein kristallfarbener Mond im September.
Silbrige Schleier schweben über den Baumkronen,
wo noch weiter oben,
kleine Sterne ruhen.
Ein Gefühl von Freiheit fließt,
ungesehen durch die Luft.
Silbrige Schleier schweben über den Baumkronen,
wo noch weiter oben,
kleine Sterne ruhen.
Ein Gefühl von Freiheit fließt,
ungesehen durch die Luft.
Freitag, 28. Juli 2017
U-Bahn-Schacht
Schön ist der Morgen, wenn der Himmel so blau ist, dass nur noch das Weiße des U-Bahn-Schildes hervorsticht.
Samstag, 15. Juli 2017
Jeder für sich
Kopfhörer, Smartphone oder Gedanken... ein Moment, in dem jeder in seiner eigenen Welt versunken ist.
Sonntag, 18. September 2016
Samstag, 9. April 2016
Changing perspectives: Another world is possible
Dienstag, 29. März 2016
Schreiben! Meditative Ruhe und Schrei der Verzweiflung
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| SF: Uni Bibliothek |
Fast jeder hat schon mal die gut gemeinte Frage gestellt bekommen: Und, wie läuft's, wie kommst du mit deiner Arbeit voran?
Sei es nun eine Fach-, Haus-, Bachelor-, Master-, Diplom-, Magister- oder Doktorarbeit. Und viele kennen das unangenehme Gefühl dabei, wenn man darauf gerade wirklich keine Antwort hat. Die Eine-Million-Euro-Frage bei Günther Jauch ist nichts dagegen.
Kein Grund zur Panik! Dass das alles ganz normal ist, versucht uns Wilhelm Schmid in "Mit sich selbst befreundet sein" (S. 335-336) deutlich zu machen.
Der Lebenskunstphilosoph sagt Folgendes über die Höhen und Tiefen des Schreibens:
- Ähnlich wie andere Tätigkeiten ist das Schreiben eine Übung der philosophischen Lebenskunst, eine Übung des Geistes, eine Asketik, die in Briefen, Mails, Tagebüchern und in kleinen Texten zur Selbstverständigung vollzogen wird, auch in schriftlichen Arbeiten an Schulen und Hochschulen, die in erster Linie dazu da sind, diese Arbeit an sich selbst zu leisten, auch wenn das nicht immer so vermittelt wird.
- Es handelt sich um eine Arbeit, die mit Ängsten, Unsicherheiten und Selbstzweifeln verbunden ist, mit einiger Verzweiflung über die tägliche Mühsal der Detailarbeit, die nicht sichtbaren Fortschritte, die wachsenden statt schwindenden Unklarheiten, die Desorientierung und das Misslingen - und ebenso mit einiger Euphorie über den sichtbaren Fortschritt, die endlich erreichte Klarheit, die Orientierung, das Gelingen, keineswegs erst im Ganzen, sonder schon in jedem Detail.
- Schreiben, das ist die meditative Ruhe und der Schrei der Verzweiflung, der Kampf um jede einzelne Formulierung, jedes Wort, jeden Begriff, um zu prüfen und zu spüren, ob das 'so stehen bleiben kann'.
- Wie befreit ist demgegenüber das Aufatmen, wie beglückend die Hochstimmung im gegenteiligen Fall: 'O wie schön, wie die Worte fließen' - ein Glück, das so überwältigend sein kann, dass es den Einsatz jeder Mühe lohnt.
- In jedem Fall ist dies eine Erfahrung fürs Leben: am 'toten Punkt' anzukommen, zutiefst entzweit mit sich und der Welt, und immer wieder darüber hinwegzukommen, zutiefst einverstanden mit aller Welt und sich selbst.
Writing is an exercise in philosophical art of living.
Writing means meditative calm and scream of despair.
Writing is depression and euphoria together.
Writing gives wings to learn and grow.
Writing is all about working on oneself.
Donnerstag, 4. Juni 2015
Sich selbst verwirklichen oder sich selbst verwirren
| Izunia und Lukasz - für immer? Liebesschlösser in Krakau. |
"Später möchte ich das ja auch alles, aber jetzt muss ich mich erst mal selbst verwirklichen." Hm, das klingt ziemlich unkonkret, da kann der Gesprächspartner nur ratlos mit dem Kopf schütteln. Panik vor dem Hausbau! Schockstarre beim Gedanken an Schwiegermutter-Besuche! Beim Gedanken an
Kinder bleibt das Herz stehen! Bitte keine Pflichten. Bitte keine Einschränkung. Groß ist die Angst vor einem spießigen, langweiligen Leben. Alle scheinen froh zu sein, den
konservativen alten Zeiten, in denen man lebenslänglich in einer vor Gott
geschlossenen Ehe ausharrte, entkommen zu sein. Sich an eine Person binden?
Ja, so vorübergehend, aber doch nicht längerfristig. Immer die gleiche Person
küssen? Ein Bett teilen? Kein Sex mit anderen? Das ist doch uncool. Naiv. Das
ist eine Horrorvorstellung! Wo bleibt da der Spaß? Das echte Leben? Die
Bestätigung? Wo bleibt da die Selbstverwirklichung.
Sonntag, 5. April 2015
A sense of Easter everywhere
Freitag, 26. Dezember 2014
Heimkehr & Stadtrandlichter
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| Foto: pixabay.com |
Irgendwie glaube ich das auch. Heimat kann da sein, wo ich geboren bin, wo ich zur Schule gegangen bin, wo meine Eltern wohnen. Es ist schön, an Weihnachten "heimzukehren". Alte Freunde treffen, bekannte Wege gehen, alles wiedererkennen... Oder wie Clueso sagt: "Stadtrandlichter, du atmest auf, alles noch so vertraut. Stadtrandlichter, tauchen auf und bringen dich nach Haus." Dabei wird es warm ums Herz, man lächelt und fühlt sich geborgen. Tief durchatmen. Hach, tut das gut!
Aber das Heimatgefühl kann sich ändern. Es entsteht ein neues. An einem neuen Ort. Das Fremde wird vertraut. Neue Stadt, neue Leute, schöne und traurige Momente, andere Cafés, andere Straßenecken, ein anderes Straßenbahnunternehmen, über das man gemeinsam herziehen kann und ein neues Lied, mit dem man sich zu Hause fühlt. Der Lebensmittelpunkt ändert sich mit den Jahren. Er läuft immer hinterher, es ist unmöglich zu sagen: Warte da drüben auf mich, bald komme ich zurück.
Dienstag, 9. Dezember 2014
Adventserwachen
Ich welchen Augenblicken, in welchen Momenten, in welchen Sekunden hast du eine Gänsehaut und denkst, jetzt weiß ich, warum wir Weihnachten feiern? Adventsstimmung lässt sich nicht kaufen, nicht herbeidekorieren, nicht backen, nicht mit Glühwein schlucken. Sie kommt dann, wenn sie mag und wenn wir überhaupt nicht damit rechnen. Es ist jedes Jahr aufs Neue wie ein Erwachen.
Bei mit kam diese Stimmung heute mitten in einem langweiligen Kaufhaus, in einer kleinen Stadt, die nicht bekannt ist für Atmosphäre, Schönheit und Glanz. In diesem Kaufhaus wurde ein Weihnachtsgottesdienst abgehalten: Mitten im Flur versammelten sich Menschen, sangen gemeinsam, wünschten sich Frieden und hielten einfach mal inne, während hinter ihnen das hektische Treiben weiter ging. An derselben Stelle, wo ich eine Woche früher einsame alte Menschen verwirrt ins Leere starren sah, begegneten mir heute nur glänzende Augen. Die Veranstalter setzten mit ihrer ungewöhnlichen Aktion ein Zeichen gegen das Weihnachten des Konsums und für ein Weihnachten des Miteinanders.
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Foto: www.pixabay.com
Bei mit kam diese Stimmung heute mitten in einem langweiligen Kaufhaus, in einer kleinen Stadt, die nicht bekannt ist für Atmosphäre, Schönheit und Glanz. In diesem Kaufhaus wurde ein Weihnachtsgottesdienst abgehalten: Mitten im Flur versammelten sich Menschen, sangen gemeinsam, wünschten sich Frieden und hielten einfach mal inne, während hinter ihnen das hektische Treiben weiter ging. An derselben Stelle, wo ich eine Woche früher einsame alte Menschen verwirrt ins Leere starren sah, begegneten mir heute nur glänzende Augen. Die Veranstalter setzten mit ihrer ungewöhnlichen Aktion ein Zeichen gegen das Weihnachten des Konsums und für ein Weihnachten des Miteinanders.
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Foto: www.pixabay.com
Freitag, 10. Oktober 2014
Zwischen Freiheit und Eingeschlossensein
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| Impression aus der Universitätsbibliothek |
Endlose Reihen mit Büchern, ordentlich nach Nummern sortiert. Geballtes Wissen wartet darauf beachtet zu werden. Konzentrierte Gesichter. Stille. Nach einer Weile rücken die Bücherregale immer näher, drohen die Sicht einzuschränken und versperren die Wege. Sehnsüchtig schweift das Auge in die Ferne, dorthin, wo die Sonne gerade untergeht.
Foto: SF
Foto: SF
Mittwoch, 3. September 2014
Hamsterrad der sozialen Anerkennung
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