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Sonntag, 7. Juli 2019

Generationenkonflikt

Welchen Weg zeigt ihr uns?  ©SF
Wir sind immer noch die Kinder von früher. Aber alles ist anders. Wir sind immer noch die Kinder, auf die ihr aufgepasst habt. Um die ihr euch gekümmert habt. Denen ihr Gute-Nacht-Geschichten erzählt habt. Mit denen ihr in den Streichelzoo gegangen seid. Denen ihr gesagt habt, man werfe den Müll nicht auf den Boden, man dürfe nicht gemein zu anderen sein, man müsse teilen. Die ihr zugedeckt habt, wenn sie müde waren. Die ihr getröstet habt, wenn etwas runter gefallen ist.

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Be wild - zwischen Konflikt & Harmonie

©SF
In der Weihnachtszeit wünschen wir uns ganz besonders viel Harmonie, Gemütlichkeit und Liebe. Aber wie erreichen wir das? Und vor allem: wann ist der Friede aufgesetzt und künstlich? Manchmal lohnt es sich offen zu sprechen mit Freunden und der Familie. Manchmal hilft aber auch nur ein Ausbruch der Emotionen mit Schreien, Heulen und Wütendsein, um echte Harmonie und inneren Frieden zu erreichen. Das kann auch Teil der Erneuerung und der inneren Reinigung sein. Also: Be wild!

Montag, 11. Dezember 2017

Politsatire im deutschen Fernsehen – ein Ventil für Emotionen


© SF
In Deutschland können politische Satiresendungen wie die ZDF heute-show als Ventil für Emotionen dienen und staatstragende Bildungsbürger davor bewahren, die Bundesrepublik aus Frust und Verachtung über die Unfähigkeit ihrer Volksrepräsentanten kurz und klein zu schlagen. Doch was genau steckt hinter der Begeisterung für politische Satireformate und was bedeutet das für unsere Demokratie?

Mittwoch, 3. Februar 2016

Der Terror terrorisiert... unsere Nerven

pixabay
Der Gedanken an Karneval in Köln verursacht bei nicht wenigen Bauchschmerzen und Angstzustände. Da fragt man sich, ob der Besuch beim Rosenmontagszug nicht der freiwillige Gang in die Hölle sei. Nicht primär in die Hölle der Karnevalisten, das kommt ein zweiter Stelle. Aber der selbstbestimmte Eintritt in die Hölle der Terroristen. Diese Monster lauern doch nur darauf, endlich das feierwütige und ungläubige Köln auszulöschen. Oder? Die Beruhigungspille, also das Versprechen der Polizei mit jedem Karnevalisten händchenhaltend Fastelovend zu feiern, hilft nicht gegen fiese Schweißausbrüche und die kollektive Schnappatmung, die sich nur beim Gedanken an den Kölner Hauptbahnhof einstellen.

Was ist gefährlicher, Terrorismus oder die Angst vor Terrorismus? Wenn wir als Gesellschaft so weitermachen, dann sterben wir an Herzversagen. Und das noch bevor uns auch nur irgendein Terrorist schräg anschauen kann. Dann haben die Terroristen mit minimalen Kosten einen maximalen Nutzen erreicht. Wie praktisch!

Donnerstag, 4. Juni 2015

Sich selbst verwirklichen oder sich selbst verwirren


Izunia und Lukasz - für immer? Liebesschlösser in Krakau.
"Später möchte ich das ja auch alles, aber jetzt muss ich mich erst mal selbst verwirklichen." Hm, das klingt ziemlich unkonkret, da kann der Gesprächspartner nur ratlos mit dem Kopf schütteln. Panik vor dem Hausbau! Schockstarre beim Gedanken an Schwiegermutter-Besuche! Beim Gedanken an Kinder bleibt das Herz stehen! Bitte keine Pflichten. Bitte keine Einschränkung. Groß ist die Angst vor einem spießigen, langweiligen Leben. Alle scheinen froh zu sein, den konservativen alten Zeiten, in denen man lebenslänglich in einer vor Gott geschlossenen Ehe ausharrte, entkommen zu sein. Sich an eine Person binden? Ja, so vorübergehend, aber doch nicht längerfristig. Immer die gleiche Person küssen? Ein Bett teilen? Kein Sex mit anderen? Das ist doch uncool. Naiv. Das ist eine Horrorvorstellung! Wo bleibt da der Spaß? Das echte Leben? Die Bestätigung? Wo bleibt da die Selbstverwirklichung.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Neues Hobby: Montags Tauziehen auf der Straße


Die Pegida-Bewegung* will ihre Gegner ermüden, indem sie jeden Montag auf die Straße geht. Sie demonstriert fleißig gegen eine angebliche Überfremdung und Islamisierung des Abendlandes (was das A-Wort eigentlich ist, könnte man an anderer Stelle mal klären).

Die Strategie des Zermürbens ist nicht dumm, denn schon hört man bei den Pegida-Gegnern genervtes Gejammer "Oh nee, nicht schon wieder!", "Ich war doch schon jeden Montag auf der Straße...", "zu kalt", "Ich will mal wieder zum Sport!", "Ich muss ein Essay abgegeben", "Ich wollte doch zum Empfang, da gibt es Häppchen...". Alles verständlich. 

Aber leider, leider richtet sich Pegida nicht nach dem vollen Terminkalender der viel beschäftigten Ehrgeizigen. Am Ende interessieren wie beim Fußball** nur die Zahlen: 7.500: 300 in Köln, oder 4.000: 18.000 in Dresden.

Donnerstag, 4. September 2014

Ruhmsucht

Soziale Anerkennung ist die wahre Droge des 21. Jahrhunderts. Große Worte? Vielleicht... aber süchtig macht Anerkennung ganz bestimmt. Vielleicht ist „Ruhmsucht“, die Thomas Hobbes damals der negativen, vom Egoismus geprägten menschlichen Natur zuschrieb, tatsächlich ein Teil des Menschen. Aber warum? Manchmal stelle ich mir dem Wettkampf mit den Mitmenschen als eine Art Urinstinkt vor, der tief im Menschen vergraben ist. Dieser Instinkt wird verschlüsselt in den Genen von einer Generation zur nächsten weitergegeben und überlebt auf diese Weise die moderne Entwicklung der Menschheit. So kommt es auch, dass das Leben noch heute, im Jahre 2014, von Konkurrenzkampf geprägt ist, so als würden wir uns alle noch in Hobbes Naturzustand befinden und müssten einen Krieg gegen jeden Einzelnen führen. Wie nervig und altmodisch das doch ist!
Das mit den Genen ist natürlich Quatsch - Ruhmsucht muss nicht sein. Ein Entzug ist möglich: Mit viel Übung, Geduld und bewusster Selbstreflexion gibt es ein Entkommen. Auch ohne Ruhm und Ehre ist der Mensch etwas wert.

Sonntag, 29. Juni 2014

Erwartungen

Kann es sein, dass wir Bürgerinnen und Bürger zu hohe Erwartungen an unsere Politiker haben und daher ständig gefrustet Kritik an ihnen ausüben? Wir können durchaus den Medien die "Schuld" daran geben, besser gesagt der Art und Weise, wie Politik mit dem Medien umgeht. Denn, woher kommen diese hohen Erwartungen? Prof. Dr. Clay Clemens vom Government Department und College of William & Mary in Virginia (USA) stellt fest:
"Die Versuchung, sich hauptsächlich auf 'public relations' zu verlassen und eine Öffentlichkeitsstrategie zu betreiben, ist nicht nur eine Ablenkung, sondern auch eine Gefahr. Oftmals werden Entscheidungen so zugeschnitten, dass sie positive Berichte zur Folge haben. Oftmals werden die wichtigeren Aufgaben des Amtes außer Acht gelassen. Ideen werden vernachlässigt oder verwässert."

Ein guter Politiker drängelt sich also nicht 24 Stunden am Tag vor der Kamera; immer den Blick auf Meinungsumfragen geheftet. Ein übertriebener Medienfokus fördert zu hohe Erwartungen, die fast immer enttäuscht werden. Dadurch vergrößert sich die Entfremdung von Politik nur noch mehr. Stattdessen konzentriert sich ein guter Politiker auf seine zentralen Aufgaben. Das bedeutet in der Konsequenz, dass wir Geduld mit unseren Politikern brauchen. Falls wichtige Erklärungen und Taten tatsächlich ausbleiben, können wir uns immer noch - dann mit Recht- beschweren.
Was meinst du?